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Vistech

Ottawa: Das kanadische Grand Finale

Jul 20, 20215 min read

Unsere Zeit im Westen brachte uns der Ziellinie näher. Tatsächlich stand für unser kleines Team auf dem Rückweg nach Québec nur noch eine letzte Station auf dem Programm: Ottawa! Da Mario aus dieser Region stammt und wir uns auf einem Roadtrip quer durch Kanada befanden, schien es keinen besseren Ort zu geben, um dieses außergewöhnliche Abenteuer stilvoll mit dem Feuerwerk zum Canada Day ausklingen zu lassen.

Um dorthin zu gelangen, mussten wir allerdings das Tempo erhöhen. Zwischen unserem letzten Zwischenstopp in Canmore und der Hauptstadt Ottawa lagen noch 3.400 Kilometer – und das in weniger als vier Tagen! Kilometer um Kilometer zog die Straße an uns vorbei, während wir die lange Fahrt nutzten, um ungestört zu arbeiten ... abgesehen von den gelegentlichen Schlaglöchern und Bodenwellen.

In Ontario angekommen, entschieden wir uns spontan für eine andere Route und nahmen den Highway 11 statt des Highway 17. Bei Sonnenuntergang fuhren wir entlang des Lake Helen. Die letzten rosafarbenen Sonnenstrahlen streiften die dunklen Silhouetten der Kiefern am Ufer. Die Landschaft war schlicht atemberaubend. Je weiter die Nacht hereinbrach, desto weniger Fahrzeuge begegneten uns. Bald waren nur noch vereinzelte Lastwagen auf der Straße unterwegs. Umgeben von Dunkelheit fühlte es sich an, als befänden wir uns mitten im Nirgendwo. Was für ein unglaublicher Eindruck! Am Straßenrand entdeckten wir sogar einen Bären und wenig später einen Wolf – ein surreales und zugleich magisches Erlebnis.

Kurz vor Geraldton machte uns ein Straßenschild darauf aufmerksam, dass die nächste Tankstelle mehr als 200 Kilometer entfernt lag. Zu unserem Pech reichte der Kraftstoff im Tank nur noch für 130 Kilometer … Da es hier keinen Nachtbetrieb gab, verbrachten wir die Nacht vor der Tankstelle, die am nächsten Morgen früh öffnen würde. Eine perfekte Gelegenheit für Mario und Martin, einige beeindruckende Aufnahmen der Milchstraße zu machen.

Straße, Straße und noch mehr Straße. Und dann endlich: Ottawa! Als wir am frühen Nachmittag in der kanadischen Hauptstadt ankamen, war die Stimmung rund um den Canada Day überall spürbar. Rot und Weiß dominierten das Stadtbild. Nach einem Mittagessen im Restaurant The Works – mit einem Portobello-Burger für mich, frittiertem Speck für Mario (ja, richtig gelesen: panierter und frittierter Speck!) und riesigen Burgern für die anderen – trafen wir Cédric Meloche, Business Development Director von Postech Ottawa, auf einer seiner ersten großen Baustellen.

Vor einem Haus, das 3,6 Meter über dem Boden schwebte, sprachen wir über die komplexe Koordination eines solchen Projekts. „Wir haben zweieinhalb Tage gebraucht. Die Stadt kam zur Abnahme, alles wurde genehmigt und verlief reibungslos“, erklärte Cédric. Auf nahezu jeder Baustelle, die wir während unserer Reise besucht hatten, wurden Pünktlichkeit und die schnelle Installation als entscheidende Vorteile von Vistech hervorgehoben – und hier wurde deutlich, warum: Eine Baustelle muss vor allem einen straffen Zeitplan einhalten! „Wir mussten erst das Wasser und den Strom abstellen und dann graben … Danach konnten wir loslegen. Doch bevor wir das Haus versetzen konnten, mussten wir erst noch den Beton um unsere Pfähle herum gießen und dann alles wieder anschließen und so weiter“, erklärte Cédric, während wir durch dieses riesige, zweistöckige Reihenhaus gingen.

„Wir suchen regelmäßig den Kontakt zu Ingenieurbüros und stellen ihnen unsere Schraubfundamente sowie die damit realisierbaren Projekte vor“, erklärte er weiter. „Noch werden Schraubfundamente nicht automatisch als Lösung in Betracht gezogen. Aber sobald wir mit einem Unternehmen zusammengearbeitet haben, kommen sie immer wieder auf uns zurück.“ Tatsächlich hatte Cédrics Team diesen Auftrag gewonnen, indem sie dem verantwortlichen Ingenieurbüro eine Lösung für die Stabilisierung und Neuunterfangung des Hauses vorgeschlagen hatten.

Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Yachthfen, wo bereits „Moe“ auf uns wartete. Moe ist der Spitzname von Maurice Taillefer, dem Vistech Partner in Ottawa. Cédric ist seine rechte Hand, und gemeinsam bilden sie ein eingespieltes Team. „Moe findet immer einen Weg“, sagte Cédric. „Ich kümmere mich um Büro und Organisation und weiß, dass ich mich jederzeit auf ihn verlassen kann.“ Maurice erwartete uns mit einem breiten Lächeln auf seiner 44-Fuß-Yacht – einem beeindruckenden Boot, mit dem wir später auf den Ottawa River hinausfahren sollten, um das Feuerwerk zu beobachten. Zunächst machten wir jedoch Halt in einem kleinen Restaurant, das Moe regelmäßig besucht. Kaum angekommen, wurden wir herzlich begrüßt. „Ich hoffe, ihr seid gut angekommen. Lasst uns das Abenteuer nun mit einem wunderschönen Abend ausklingen lassen!“

Wir aßen gemeinsam zu Abend, bevor das voll besetzte Boot ablegte. Anschließend genossen wir einen freien Blick auf das Feuerwerk. Die bunten Lichter erhellten den Nachthimmel, das Parlamentsgebäude und die Gesichter aller Zuschauer. Dann folgte das große Finale – eine Explosion aus Farben, Formen und Klängen. Während des Spektakels hielt ich meinen Hund Ila eng bei mir. Feuerwerke mag er überhaupt nicht, und er zitterte die ganze Zeit in der Hoffnung, dass es bald vorbei sein würde. Als die letzten Lichter am Himmel verglühten, kehrten wir zum Hafen zurück. Wir schalteten die Kameras aus, packten unsere Sachen und verabschiedeten uns von Cédric und Moe. Ein letztes Mal gingen wir schlafen mit dem Wissen, dass die Reise nun wirklich zu Ende war. Denn am nächsten Tag würden wir das Wohnmobil in Montréal zurückgeben.

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